Montag, 12. Dezember 2016
Vogelfutter
Heute zeige ich euch, wie ihr mit wenig Aufwand Futterringe für die Vögel an eurem Balkon oder Garten selbst herstellen könnt.
Was ihr braucht:
Kokosfett
Sonnenblumenöl
Diverse Nüsse und Körnermischungen
Getrocknete Früchte wie Rosinen oder Cranberries
Strohhalme, in 4cm lange Stücke geschnitten
Ausstechformen
Backpapier
Topf
Einen fleißigen kleinen Helfer
Paketschnur zum Aufhängen
Los geht’s:
Das Kokosfett in einem Topf zum Schmelzen bringen (ganz geringe Hitze!) und alle Nüsse, Körner und Früchte einrühren. Wir haben Erdnüsse, Kürbiskerne, Sesam, Haferflocken und Futtermischungen sowie Rosinen verwendet.
Hier ein Tipp: die Reste aus dem Kokosglas können kurz in der Mikrowelle verflüssigt werden.
Einen Schluck Sonnenblumenöl zufügen.
Den Topf zum Abkühlen beiseite stellen, das Kokosfett wird bei Temperaturen unter 25°C wieder fest.
Ein Backblech oder großes Schneidbrett mit dem Backpapier auslegen und die fest gewordene Nussmasse in die Förmchen geben. Dabei einen Strohhalm mit einfassen.
Die Masse etwas zusammendrücken und vorsichtig aus der Form lösen.
Zum kompletten Abkühlen in den Kühlschrank oder auf den Balkon stellen.
Nun noch ein Stück Paketschnur durch den Strohhalm fädeln, Strohhalm herauslösen (damit ihn die Vögel nicht fressen) und schon kann gefüttert werden!
Die Plätzchen können im Kühlschrank oder im Tiefkühler aufbewahrt werden.
Wir wünschen euch viel Spaß beim Nachmachen und was dem kleinen noch mehr Freude bereitet - beim Zuschauen wie die Vögel zum Futterhaus und an die Äste kommen.
Habt es schön!
Steffi und der Mini
kleiner Nachtrag: ich hab es gut gemeint und sehr viele Körner eingerührt, aber das Mischungsverhältnis von Fett und Korn sollte 1:1 betragen. Das sieht dann sehr dünn aus, aber das Fett hält alles zusammen. Unsere Plätzchen bröseln schon bei leichtem Druck auseinander.
Zur Not werden wir die Plätzchen ins Voglhaus geben.
Dienstag, 29. November 2016
Mein Kleingarten (04)
Nach dem
Sommerurlaub war im Garten viel zu tun. Die Äpfel sind reif, ich habe schon
Apfelmus eingekocht und Kuchen gebacken. Die vielen Brennnesseln mussten raus,
leider haben sie schon wieder ausgesamt, also werde ich nächstes Jahr mit den
gleichen Problemen kämpfen müssen.
Inzwischen ist alles
Laub von den Bäumen gefallen. Der Garten ist im Winterschlaf. Es hat was
magisches, den Reif zu sehen, die Ruhe zu genießen und sich all die jetzt so
sehr trostlosen Ecken in frischem Grün und unter einem buntem Blütenmeer
vorzustellen.
Zeit für Ideen und
Planungen fürs neue Gartenjahr.
Der erste Frost
liegt auf dem Land, die Teichpumpe und die Grundwasserversorgung ist abgeklemmt
und nach innen gebracht.
In meinem Garten
wohnt ein Marder. Er buddelt fleißig große tiefe Löcher, räumt einen Nistkasten
in 2m Höhe aus, frisst Meisenknödel und schläft auf meiner Liegestuhlauflage.
Soll er mal. (Die Auflage ist natürlich jetzt im Haus - ohne Marder.) In den Dachboden
kommt er nicht rein.
Jetzt, wo all das
Laub unten ist, sieht man erstmals die Strukturen der Bäume, Hecken und
Sträucher. Welche Rankhilfen und Bauten sind morsch und müssen ersetzt werden?
Wo kann ich noch was neues eingepflanzen?
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| Fleissiges Helferlein! |
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| Der rote Schlitzahorn in voller Herbstpracht |
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| Der alte Apfelbaum mit neuem Zweck |
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| Schönfrucht |
Auch zuhause tut
sich was. Die Nähmaschine rattert wieder. Schlafanzüge und Shirts sind für Luis
schon entstanden. Das Kinderzimmer wird
ein neues Gesicht bekommen, dazu aber mehr wenn es soweit ist. Und der Luis wird bald 2.
Wo ist die Zeit hin?
Wir gehen oft
schwimmen. Inzwischen begreift der Kleine das er selbst seine Richtung bestimmen
kann und strampelt mit den Beinchen. Rutschen findet er ganz dolle super
(runter runter, mehr mehr mehr!!!) Heute durfte ich nicht mit hoch auf die Rutsche, das hat er wehement verweigert. So ein großer Junge.
Bald wird der große
Mann weit weg in den Urlaub fahren - Mexico! Ich bin so neidisch, aber freue mich doch sehr für ihn. Und ich weiß das
ich dann auch 2 Wochen Urlaub bekomme. Zuerst fahre ich mit dem kleinen Mann
aber in die alte Heimat. Zwischenstops bei Tante und Onkel, dann zu Opa und den Uromas. Das wird schön!
Habt es schön - weihnachtlich.
Steffi
Dienstag, 27. September 2016
Wieder daheim!
Still geworden
hier…. Pust … Staubig auch :)
Wir waren 14 Tage im
Urlaub bei der Oma. Es war großartig. Großartig schön und großartig
anstrengend.
Alles fing einen Tag
vor dem Urlaub an, als wir abends - keine 12h vor Abflug - erfahren haben, das
der Flug nach Frankfurt wegen einer Sicherheitspanne gestrichen wurde. Schnell
haben wir eine Bahnverbindung gefunden. Morgens um 3 aufgestanden, Luis auf dem
Rücken geschnallt und los zum Bahnhof. Im Zug konnte Luis etwas schlafen. Gegen
9 Uhr ging der Flieger nach Sevilla. Es hat alles wunderbar geklappt. Luis hat
Gummibärchen und seine Trinkflasche gegen den Ohrendruck bekommen. 3h in der
Luft, der kleine bespaßte die Nachbarsitze. Mit dem Mietwagen sind wir von
Sevilla ins kleine Dorf gefahren. Etwa 4000 Einwohner leben dort. Die ersten 2 Tage waren wir alle ziemlich
platt wegen der Klimaumstellung. Dann folgten die heißesten Tage die Andalusien
im September je gesehen hat. 43°C tagsüber. Und nachts immer noch knapp 30°C.
Wir haben einer dieser Tage am Meer verbracht.
| In Matalascanas, Die Reste eines Festungsturmes aus maurischer Zeit liegen im Wasser |
Die anderen Tage haben wir im Haus verbracht, denn von 12Uhr bis etwa 18Uhr kann man nicht vor die Tür. Was macht man aber mit
einem kleinem unternehmungslustigen Kind, das einem ständig die Sonnencreme und
Schuhe anschleppt, und sehr energisch darauf besteht vor die Tür zu gehen?
Am Dorfrand gibt es
einen kleinen Park mit Spielplatz und einem Naturkundemuseum. Der Park ist mit
riesigen Pinienbäumen beschattet und der Boden liegt voller Zapfen,
Rindenstücken und den langen Nadeln. Luis fand es dennoch super zum Buddeln.
| Im Hof haben wir täglich mit Wasser geplanscht. |
Die diesjährige
"Feria" - eine Art Schützenfest, nur ohne Schießen, dafür mit Pferden
- begann mit dem Pferdeeintrieb durch die Gassen. Diese jungen Tiere wurden
dann 2 Tage später auf dem Pferdemarkt verkauft. In verschiedenen Gattern
untergebracht und ohne großes Spektakel im direkten Gespräch - also nicht wie
ein Basar mit lautem Rufen. Obwohl das zu den Spaniern eher gepasst hätte.
Sonntag wurde abends
ab 10Uhr die Madonna der Hauptkirche in einer großen (und verdammt lauten)
Zeremonie durch das Dorf getragen. Die Madonna ist die Schutzpatronin des Ortes
und wird verehrt. Anders als in Deutschland, wo Jesus im Mittelpunkt steht, findet
man diese Madonnenbilder und -Statuen an und in jedem Haus. Die Zeremonie wurde
von einer Blaskapelle und etwa 400 Menschen begleitet. Sie zogen direkt an
unserem Haus vorbei. Man öffnet die Türen und schaltet die Lichter ein und
macht trotz der Sorge um sein schlafendes Kind eine gute Mine. Luis hat davon
aber nichts mitbekommen. Neben ihm hätte ein Krieg anfangen können.
Die Feria selbst
besteht aus großen Zelten, in denen man essen und tanzen kann. Diese
"Casetas" werden von Familien betrieben, und man benötigt eine
private Einladung. Für die Allgemeinheit gibt es eine öffentliche "caseta
municipal", in der die Tapas gekauft werden können. Also ähnlich dem Oktoberfest.
Luis ist das erste
Mal Karussell gefahren und fand es ganz großartig.
Die Spanier machen
sich abends alle richtig schick, fast aufgedonnert. Selbst die kleinsten werden
herausgeputzt und zu (nach deutscher Meinung) unmöglichen Zeiten mit
rausgeschleppt. Vor 22Uhr braucht man da gar nicht losgehen.
Ich habe die
Hoffnung, in Schwiegermutters Flamencokleid zu passen, schon vor dem Urlaub
aufgegeben und mir nach einem Burda Schnitt selber eins genäht. In zwei Wochen
war das gut zu schaffen und ich habe mich den einen Abend sehr wohl darin
gefühlt. Auch wenn ich - entgegen der Versprechungen der Broschüre - als
einzige ein Flamencokleid anhatte. Vielleicht hat es auch Luis mit seinem Anzug
wieder rausgerissen? Der süße 3 Teiler ist von H&M, die kleine Fliege an
seinem Hemd habe ich aus dem grünen Stoff des Kleides neu genäht (eine ziemlich
hässliche in orange war dran).
Die restlichen Tage
haben wir mit Wasserspaß im Garten, dem Nachbarsmädchen Marta, auf dem
Spielplatz oder abends bei Freunden verbracht. Am Tag vor der Rückreise haben
wir eine Ausflug nach Aracena gemacht um dort eine Tropfsteinhöhle anzusehen.
Auf dem Rückweg sind
wir über Riotinto und Minas del Riotinto gefahren. Dort wird in einem rieseigen
Tagebau Eisenerz abgebaut. Das gab der Stadt und dem Fluss auch den Namen.
Die Rückreise
verlief problemlos, Luis hat im Flieger unter unseren Sitzen geschlafen :)
Seit dem Urlaub aber
kann er nicht mehr alleine einschlafen - und vor allem nicht durchschlafen.
Vorher legten wir ihn ins Bett und hatten 12h Ruhe. Aber wir hoffen das Luis da zurück finden
kann.
Katze und Garten
haben unseren Urlaub gut überstanden - zum Garten demnächst hier mehr!
Bis dahin, macht es
euch schön mit dem beginnendem Herbst!
Mittwoch, 17. August 2016
Mein Kleingarten (03)
Im Garten hat sich
eine Menge getan, wir waren fleißig!
Die Hochbeete sind
platt gemacht. Die Erdmasse haben wir auf einer Fläche von 4x6m verteilt, mit
Douglasienbrettern umrandet und darauf ein kleines Beet für Luis und
zwei größere für mich angelegt. Bei Luis wachsen Walderdbeeren und Salat, bei mir
Salate, Tomaten und frisch gesäte Radieschen, Rote Beete und Kohlrabi.
Auf den Bildern seht
ihr einen kleinen Miniwald aus, na, wer kann es erraten? Brennnesseln! Ich
könnt fluchen! Die riesigen Brennnesseln, die auf den Hochbeeten standen, haben
ausgesamt, und wir haben die Erde schön breit gemacht und gut gewässert. Das gemeine
an diesen Minipflänzchen ist, das sie schon nesseln! Ich habe sie nur bei den
frisch gesäten herausgerupft, die anderen hole ich mir wenn sie größer sind.
Die Himbeeren wurden
seit 5 Jahren - mindestens - nicht ausgeschnitten. Das habe ich in 2 Tagen auf
den Knien erledigt. Himbeeren und Brombeeren tragen nur gut an den einjährigen
Trieben. Das heißt alles was dieses Jahr Früchte getragen hat, und die Triebe
der vergangenen Jahre wird direkt am Boden abgeschnitten. Insgesamt sind etwa
40 Stöcke mit je etwa 5 Trieben übrig geblieben. Die Schnüre habe ich neu
gespannt und den Boden gemulcht. Nächstes Jahr wird es reiche Ernte geben!
Schwarze und Rote
Johannisbeere habe ich ebenfalls ausgedünnt.
Luis freut sich sehr
über den Freiraum im Garten. Ich kann ihn "frei laufen" lassen, denn
ich weiß ihn da gut aufgehoben. Dieses coole Gefährt hat er letztes Weihnachten
/ zu seinem ersten Geburtstag von seiner Tante bekommen. Im Boden ist eine Art
Wanne eingebaut, auf der seine Füße abstellen kann. Diese Wanne kann nach
hinten verschoben werden, und Luis wetzt nun wie Fred Feuerstein durch den
Garten!
Bald geht’s nach
Spanien, zur Oma! Zwei ganze Wochen Hotel Oma. Wir freuen uns sehr drauf. Die
Reisevorbereitungen laufen. Vom Reisepass bis zum Ausgeh-Outfit für die Feria,
eine Art Schützenfest, zu der alle, auch die kleinsten aufgetakelt werden.
Vielleicht passt mir ein Flamenco Kleid aus dem Kleiderschrank der
Schwiegermutter?
Bis bald!
Sonntag, 17. Juli 2016
Mein Kleingarten (02)
Es gibt neues von
der Gartenfront:
Es hat geklappt mit
dem Kleingarten. Nur 2 Wochen nach dem ersten Kontakt konnte ich das Stückchen
Land mein Eigen nennen.
Kommt mit auf eine
Führung, und ich zeige euch, was ich mit Hilfe meines Mannes und einem guten
Freund alles schon geschafft habe:
Wir starten am Tor
und gehen im Uhrzeigersinn in jeden Winkel:
In den ersten Tagen
haben wir die Hecke außen am Grundstück geschnitten. Der Vorpächter hat mir
eine elektrische Heckenschere überlassen.
Weiß jemand was das hier ist? Es wächst fast 2m hoch, hat Blätter dem Liebstöckel sehr ähnlich und wird in gelb blühen.
Innen am Tor steht
eine Zierkirsche, die im zeitigen Frühjahr den Frühling einläutet. Am Wegesrand
wuchert der Lavendel, leider wurde er - wie fast alles hier - die letzten Jahre
nicht geschnitten und ist mächtig aus der Form geraten.
Vom Weg biegen wir
nach links ab, kommen zu den Hochbeeten. Vorbei an einem verwitterten
Rosenspalier, einem wunderschönen Sommerflieder in weiß.
Die beiden Hochbeete
waren mit Brennnessel und Distel überwuchert. Hier ein Bild vorher/nachher.
Mit der el.
Heckenschere haben wir den Pflanzen den Garaus gemacht. Die Brennnesseln sind
schon teilweise verblüht, deswegen konnte ich sie nicht Schreddern oder auf den
Kompost werfen. Ganz in der Nähe ist ein Wertstoffhof, dort habe ich die 7 !!!
Säcke abgegeben.
An der Konstruktion
der Hochbeete nagt auch der Zahn der Zeit - und der der Wühlmaus. Teilweise
wurden sie bereits repariert, aber nach so langer Zeit ist hier nicht mehr viel
zu machen.
Angelegt sind die
Beete mit 1,5m Breite x 3m Länge und 60cm Höhe. Die Beetbreite sollte sich so
bemessen, das man von beiden Seiten gut bis in die Mitte herankommt. Die Höhe
von 60 cm nimmt dem Rücken leider keine Arbeit ab. 90cm wären besser.
Ich habe
beschlossen, beide Beete platt zu machen und den Inhalt auf einer Fläche von
etwa 4m x 6m zu verteilen. Die Erdschicht wird etwa 20cm hoch. Die alten
Planken können teilweise noch als Eingrenzung herhalten, werden mit der Zeit
aber sicher ersetzt werden müssen. Die Stämme der Tannen, die der Vorpächter
entfernen musste, liegen noch auf dem Weg und werden da eine natürliche
Barriere bilden.
Um meiner
Anbaupflicht :) nachzukommen, werde ich 2 Beete anlegen, die mit Weidenzäunen umgrenzt werden. Luis wird ein eigenes Beet bekommen, klein
aber seins.
Die restliche Fläche
wird zu einem einladenden Schmetterlings-und Insektengarten verwandelt. In der
aktuellen Ausgabe der "GartenFlora" (Bauernverlag) werden tolle
Pflanzen vorgestellt, auf die die Falter fliegen!
Hier kommt eine
wilde Ecke, bis zu der ich noch nicht durchgekommen bin. Ich weiß noch nicht
was hier alles wächst, vielleicht kommen in Frühjahr auch Tulpen und Co?
Wenn wir uns in
Richtung Haus umdrehen, sehen wir meinen Steingarten. Von Buchs eingefasst (der
auch einen Schnitt und Düngung vertragen könnte) war hier vorher nur Wildwuchs
von Lupine (Lupinus, auch Wolfsbohne /
Feigbohne) und Geruchloser Kamille (Tripleurospermum
maritimum) und der schönen Kronen-Lichtnelke (Silene coronaria, Vexiernelke) mit ihren grauen behaarten
Rosettenblättern. Um dem Wildwuchs Einhalt zu gebieten, habe ich alles
rausgenommen, umgegraben, mit einer Unkrautsperre (Steingartenvlies) belegt,
mit neuen Pflanzen - und teils auch alten wieder eingesetzt und mit Zierkies
belegt. Es fehlen noch etwa 60kg Kies, aber der Anfang ist gemacht. Um die Ecke
an der Bank zu schließen, werde ich noch ein Stück Buchs einsetzen, denn Luis
klaut sich gern ein paar Steine und tritt auf die Pflanzen.
Der nächste Bereich
ist ebenfalls von Buchs eingefasst und beherbergt eine große Harlekinweide und
eine - noch - Mini Magnolie. Die Magnolie wird so groß, wer auf die Idee
gekommen ist, sie dort einzupferchen? Vielleicht werde ich sie an einen anderen
Ort verpflanzen.
In dem Streifen am
Zaun steht unter Unkraut verdeckt eine Scheinquitte - deren Früchte essbar sind. Sie stachelt
furchtbar, deswegen muss man sich weit in den Buchs lehnen um unbeschadet an
ihr vorbei zu kommen.
Ein Stückchen weiter
steht ein Prachtexemplar: ein Japanischer Schlitzahorn. Mit seiner blutroten
Farbe ist er solch ein Hingucker. In Nachbarschaft zu der Geruchlosen Kamille
sieht es toll aus. (Die Kamille hat mein Vater bei einem kurzen Gartenbesuch schon
entfernt, jetzt kann der Ahorn wieder atmen).
Direkt am Haus
wächst eine rote Kletterrose, auf dem Foto vom letzten Gartenpost steht sie in
voller Blühte. Direkt daneben eine Engelstrompete (Brugmansia) mit ihren orange-roten Blütenkelchen. Mein erster
Gang im Garten gilt ihr, der in allen teilen hochgiftigen Pflanze. Ich sammle
alle Blütenkelche auf und schaue das nichts herunterhängt. In der nächsten Zeit
werden wir sie herausnehmen und durch nicht minder schöne Kletterpflanzen
ersetzen.
Auch am Teich hat
sich viel getan:
Wir haben mit
Bodenhülsen, großen Pfosten und Kaninchendraht einen vorläufigen Zaun gebaut.
Oben auf kommen noch Halbrundlatten und an der Seite wird noch ein Tor
eingesetzt. Ich habe einen neuen Durchlauffilter installiert und in die
Sumpfrinne am Rand viele schöne Pflanzen eingesetzt.
Der Bereich links
vom Teich soll ein Bachlauf werden, damit das Wasser aus dem Filter nicht so
unschön reinblubbert.
Hinter dem Haus
stehen die Beerensträucher - und eine
Birne. Dieses Jahr trägt sie 2 Früchte. Die roten und schwarzen Johannisbeeren
habe ich schon zu Gelee verarbeitet, Josterbeere ebenso. Die Himbeeren sind
mangels Pflege nicht so ertragreich gewesen, hier ist ein kräftiger Rückschnitt
erforderlich. Die Brombeere macht sich ganz gut.
Über unseren Köpfen
reifen reichlich Zwetschgen und Äpfel heran. An einer Ecke vor der Terrasse
steht eine (Zier)Hasel.
Auf der andern
langen Seite stehen am Zaun viele Rosen, die Johannisbeeren quellen vom
Nachbarn herüber - wie auch das leidige Klebkraut. Es wuchert, trägt
unglaublich viele Kletten und klebt selbst im getrockneten Zustand noch sehr.
Auch das sollte nicht auf dem Kompost entsorgt werden.
Auf der Wiese ist
der Sandkasten für Luis entstanden. Bei gutem Wetter gibt es ein Planschbecken
dazu.
Am großen Kirschbaum
hängen einige Kirschen dran, die Nachbarn im Haus haben schon laut
"hier" geschrien. Auch meine Oma in Dresden möchte welche haben.
Die Terrasse stand
mit Brennholz voll, das haben wir hinters Haus geräumt.
So, nun wollt ihr
aber die Laube von innen sehen?
Der Flurbereich mit
dem Werkzeugregal sieht noch schmuddelig aus, ganz anders als der große Raum.
Den habe ich mit einem leichten mintgrün gestrichen und mit den süßen Wand
Tattoos von KEKAmsterdam verziert. Luis findet den Fuchs so toll! Seht ihr den
Bären, der sich am Ofen wärmt? Tische und Stühle habe ich günstig bei eBay
Kleinanzeigen erstanden, die Kommode ist aus einem Möbelhaus. In der Küche
steht inzwischen ein kleiner Kühlschrank und eine Doppelkochplatte,
Wasserkocher und Kaffeemaschine. Die Küche werde ich auch noch streichen,
genauso wie den Flur.
So, das war unser
Rundgang. Ich werde ein paar Tage mit Luis in meine Heimat fahren, vielleicht
wird mein Mann die Tomate und Erdbeeren gießen?
Ich hoffe es hat
euch gefallen? Ihr seht selbst, es ist viel Arbeit, aber genau so habe ich es
mir gewünscht.
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