Samstag, 11. März 2017

Mein Kleingarten (07)

Hi!

Der Frühling ist da! Juhu. Die Zitronenfalter sind unterwegs! Das Insektenhotel wird besucht. An allen Ecken treiben die Pflanzen aus. Jeder Strauch und Baum, die Narzissen schieben sich aus der Erde. Es ist unser erster Frühling in dem Garten. Und ich bin überrascht wo sich die Frühblüher verstecken. Auf der Wiese, in den Beeten und sogar zwischen den Himbeeren blühen jetzt die Krokusse. Schaut mal...
Krokuss bei den Himbeeren

Birne

Zierquitte

Harlekinweide

Hortensie

ja, ok. die sind aus dem Baumarkt :)

Narzissen

Huch? Ein Ostereierbaum?

Krokuss - irgendwo mittendrin

Tulpen

großer Zierlauch und Tulpen

Fetthenne

von der Wühlmaus verschleppte Tulpen


Ich bin jetzt fast jeden Tag im Garten. In 2 Wochen kommt der Container, bis dahin will ich viel schneiden. Heute habe ich die Rhododendren ausgedünnt. Dabei sind mir diese schwarzen Knospen aufgefallen.

Es handelt sich um eine von Schädlingen hervorgerufene Knospenfäule. Die Rhododendronzikade legt im Herbst ihre Eier in die sich entwickelnen Knospen. Durch die Einstichverletzung dringt ein Pilz (Pycnostysanua azaleae) ein, der die Knospen über den Winter zum absterben bringt. Die Knospen müssen vor dem Schlupf der Zikaden (im Mai) abgesammelt werden und kommen direkt in den Müll oder ins Feuer. Keinesfalls auf den Kompost! Um die geschlüpften Zikaden zu fangen werden Gelbfallen aufgehängt. Ich hoffe meine Pflanzen retten zu können.

Aus dem Garten einer Freundin habe ich Weidenruten bekommen. Mit Luis habe ich eine Höhle gebaut. 
Dazu wird erst mit einem Zirkel (Stock-Strick-Stock) ein Kreis im Rasen angezeichnet. Mit dem Spaten wird die Grasnabe eingestochen und gelockert. Die Ruten werden im Abstand von 5-8cm tief in die Erde gesteckt. Dabei die längsten gleichmäßig über den Kreis verteilt (auf 3, 6, 9 und 12 Uhr). 

 
Mit Bindedraht werden die Ruten zur Kuppel geschlossen. Kurze Ruten können im 45 Grad Winkel zum Verdichten eingesteckt werden. Wir haben noch einen Eingang angebaut. Kräftig angiesen und nun heißt es warten, ob die Ruten anwachsen und austreiben.

Der selbstgemachte Zaun aus Ästen vom Apfelbaum und Weidenruten der Harlekinweide ist fertig und war auch sehr einfach: Die Wassertriebe werden einfach tief in die Erde geschoben. Die roten Triebe der Weiden dazwischen und wie beim Weidenhaus - angiesen und abwarten ob der Sichtschutz zum Kompost schön dicht wird.

Der Teichfilter ist wieder aktiv, die Teichrosen schieben auch schon. 
Im Gemüsebeet haben wir heute die Kanten gesichert und das gröbste Unkraut rausgeholt. Den Weg wollen wir mit Platten neu gestalten.
Jetzt aber muss ich noch zwei Ohren häkeln. Luis hat sich eine bunte Giraffe gewünscht. 
Wann ich das alles mache? Zwischen 5Uhr morgens und 10Uhr abends. Luis ist zum Frühaufsteher mutiert....
machts gut und schlaft schön durch :)

Samstag, 25. Februar 2017

Mein Kleingarten (06)

Huhu!

Im Garten geht's voran. Es regnet zwar viel, aber es ist mild mit etwa 10°C. Die Narzissen schieben sich schon durch die Erde. Ich freu mich sehr auf die vielen Tulpen und Lauchsorten, die ich im Herbst gesetzt habe.
Den Plan fürs Gemmüsebeet habe ich nochmal überarbeitet, da ich gemerkt habe, dass meine Füße nicht auf 20cm Wege passen. Also im Excel die Quadrate auf 30x30cm vergrößert, nochmal in die Pflanzendaten gegangen und die Pflanzen neu sortiert. Das Ergebnis seht ihr hier:
Die Pergola wird restauriert, ich habe euch vom Wein erzählt, der alles hat vermodern lassen. Da sind noch Rankgitter aus Holz übrig, die könnte ich für die Zuckererbsen hernehmen.

Der Februar geht zu Ende. Ich will noch den Pumpenkasten erneuern. Es ist eine einfache Holzbox mit Deckel. Die alte ist morsch. Die alte Bank unter dem Pflaumenbaum habe ich schon auseinander genommen und muss sie noch entsorgen (Wertstoffhof). Mit dem geliehenen Hochentaster muss ich noch die 2 Äpfel- und den Pflaumenbaum schneiden. Beim Apfelbaum sind viele sogenannte Wassertriebe, die schnurgerade in den Himmel wachsen. Einige habe ich schon rausgenommen. Da kam mir die Idee, diese etwa 1,5m langen Äste als eine Art Sichtschutzzaun zum Kompost einzusetzten. Dazwischen ein paar Weidenruten und eine Kletterpflanze dran, fertig.
Über den Winter lag ein großer Haufen Brennholz auf dem Rasen. Nun ist der Rasen natürlich hin. Da will ich einen Fahrradparkplatz hinsetzen. Ein paar Gehwegplatten sind noch übrig. 

Ach ja... Ideen hab ich genug..  

Mittwoch, 22. Februar 2017

Mal ein freier Tag um was zu erledigen

Hallo!

Mann, diese Tage... kennt ihr das auch? Da schiebt man sich einen Tag in der Arbeit frei, hat tausend Sachen im Kopf, die zuhause oder / und im Garten erledigt werden können - und dann kommt alles anders. Luis hat mich heute nacht um 4:15 am Bett besucht - "Mama wach?" . "Nein, Mama schläft!" Ich habe ihn wieder ins Bett gebracht, bin selber wieder hoch. Keiune 15min später höre ich ihn wieder auf der Treppe. Also bringe ich ihn wieder runter. Und da ich weiß das das ewig so weiter gehen könnte - lege ich mich mit dazu. In den folgenden 2 Stunden fing er an zu erzählen wer ihn heute in die Kita bringt (Mama Auto Kita, Papa Bus?), das Frida am Wochenende einen Autounfall hatte (Wida Auto Bumm, Wida Beule (Frida ist zum Glück nichts passiert)). Dann wirft er seine beiden Schnullertiere über Board (aus dem Hochbett heraus), beschwert sich, das sie weg sind. Klettert runter, sucht sie, findet sie nicht, will die Lichterkette nicht anmachen, dann hätte er sie vielleicht gleich gefunden. Er stößt sich den Kopf, klagt über kalte Füße, etc etc.
Dementsprechend ist meine Laune gewesen. Auch das erkennt er schon: "Mama Laune!"  Großartig!
Kind in der Kita - puuh. Jetzt in den Garten. Die Apfelbäume wollte ich schneiden. Ein Freund hat mir seinen Hochentaster geliehen. Aber hey! Es regnet und ist sehr windig. Vielleicht keine so gute Idee. Auch sonst kein tolles Wetter um z.B. den Buchs zu scheniden, Fliederspiere rauszureisen, das Gemüsebeet vorzubereiten.
Ich bin nach Hause gefahren und habe erstmal 2h Schlaf nachgeholt.
Jetzt wollte ich die Gardine für den Garten schneiden und umnähen, aber ich finde den Zettel mit den Maßen nicht. Stattdessen sind mir die Steuerunterlagen in die Hand gefallen, tausend Kassenzettel, und ohhhh der Buttinette Katalog..... Ihr könnt euch vorstellen was aus dem freien Tag geworden ist...

Dienstag, 7. Februar 2017

Mein Kleingarten (05)

Halli Hallo,

zurück aus der Winterpause - mein Gartengemüt zumindest will schon buddeln und anfangen!

Im Januar war alles ruhig, ich habe lediglich mit Luis die Vögel gefüttert, den Biomüll aus der Küche auf den Kompost gebracht und tausend Pläne für die kommende Saison gemacht!

Schon ist der Februar da: 
Nun geht es daran, die Pflanzpläne zu erstellen. Ich liebe Listen und Vorbereitungen im allgemeinen. Das macht mir Spaß!
Ich habe mir zuerst überlegt, welche Gemüse, Kräuter und Blühpflanzen, Stauden etc. ich in meinem Garten haben möchte. Da ist eine lange Wunschliste zusammen gekommen. Nach Rücksprache mit meiner Oma habe ich einige wieder gestrichen, weil der Ertrag bei den Gemüsesorten für den zu leistenden Aufwand in keinem Verhältnis steht. Die Idee von einem Gewächshaus ist aufgekommen - aber aus Platzmangel wieder verworfen. Ein Frühbeet soll es statt dessen werden. Das ist in meinem Lieblingsbaumarkt sogar im Angebot.
Diese Saison wird meine erste "Gemüsesaison" - letztes Jahr hatte ich nichts nennenswertes angebaut - ein paar Tomaten konnten wir essen. Der Abriss der beiden Hochbeete und die Brennnesselfarm waren ziemlich zeitraubend.
Damit ich für die Pflanzen optimale Bedingungen schaffen kann, habe ich bei der Beetplanung "Gemüse" auch auf die sogenannten Guten und Schlechten Nachbarn geschaut. Hier findet ihr eine gute Übersicht. So können zum Beispiel Erbsen nicht gut mit Zwiebeln, Kartoffeln nicht mit Tomaten zusammen wachsen. Sie konkurrieren durch gleiche Nährstoffbedürfnisse, behindern sich gegenseitig durch Pflanzenhormone und sind Nährboden für die gleichen Schädlinge. Pflanzt man hingegen Möhren und Lauch beieinander, so verteiben sie gegenseitig die Möhren- und Zwiebelfliegen.
Ich bin bei der Suche nach passenden Partnern auf das Konzept des square foot gardening gestoßen und möchte es ausprobieren. Dabei werden die Gemüse nicht in langweiligen Reihen gepflanzt, sondern in unterschiedlich großen Blöcken - Quadraten.
Für ein square foot (ein foot = 30,48cm), also ein 30x30cm großes Quadrat werden unterschiedlich viele Samen / Setzlinge gepflanzt, je nach dem wie groß die Pflanzen werden.
Ein Beispiel:
16 Möhren oder 4 Kohlrabi oder 2 Fenchel oder 1 Rosmarin oder 8 Erbsen werden in je ein Quadrat gepflanzt. Mein Gemüsebeet ist 4x6m groß und muss noch mit Trittwegen unterteilt werden. 
Für die Planung habe ich mit Excel eine Art Tabelle erstellt, mit der ich pro Zelle 20cm vom Beet darstelle (30 x 20 Zellen, in quadratischer Form).

Begonnen habe ich mit den rankenden Pflanzen wie Stangenbohne, Mexikanische Minigurke, Yamsbohne und kaukasischer Rankspinat und die Inka-Gurke. Die Ranker werden am Westende des Beetes an Rankhilfen hochgezogen, damit sie keinen Schatten auf die anderen Pflanzen werfen.
Am Rand brauche ich etwa 20cm (=1 Kästchen im Excel) als Weg, zum Arbeiten und Ernten. Die Bohnen sollen an langen Stangen, die oben quer verbunden werden, wachsen. Zwischen den Stangen plane ich einen Weg von 40cm ein. Also entfallen für die Ranker 60cm in der Breite auf die gesamte 4m Länge.
Als nächstes kommt ein großer Bereich mit Zuckererbsen. Die werden an halbhohen Rankhilfen, wahrscheinlich auch Stangen mit Seilen dazwischen gezogen. Reste von der Teichsicherungen (Kaninchendraht) oder wie Oma vorgeschlagen hat - Äste vom Weihnachtsbaum funktionieren sicherlich auch. Ich werde meine Samentüte auf 4x 1m Reihe aufteilen. Luis ist sehr geschickt im Öffnen der Schoten - er wird seine Freude dran haben!

Nun die Tomaten:  Eine Tomatenpflanze braucht 30x30cm Platz. Mein Plan ist in 20cm Abschnitte gegliedert, also bekommen die Tomaten je 40cm eingeräumt. Ich habe die Stabtomate 'Green Zebra' gechenkt bekommen, es soll noch eine andere Sorte dazu kommen. 

Radieschen können gut mit Erbsen in Nachbarschaft stehen, dazu gesellen sich die Kohlarten und die Salate:
pro square foot: 1 Blumenkohl, 4 Kohlrabi, 8 Feldsalate und 16 Radieschen. Die Radies habe ich auf Saatband bekommen, also werden sie eine Einfassung bilden. 

Mangold benötigt für 9 Pflanzen ein Quadrat und verträgt sich gut mit Kohlarten, Radieschen und Möhren. Ich kombiniere ihn mit Feldsalat und Radieschen. 

Möhren und Zwiebeln kommen gemischt in die Beete:
Beide vertragen sich mit Salaten und Kohlarten. Die Möhren habe ich auf Saatband, Abstand zu einander soll hier 30cm betragen. Die Zwiebel flankiert links und rechts die Möhrenreihen.

Zucchini: Ich habe die Sorte 'Satelite' bekommen, die etwa apfelgroße grüne Früchte tragen soll. Normalerweise würde eine einzelne Pflanze 9 square foot benötigen, mit dieser Methode hier aber ist sie wesentlich platzsparender anzubauen. Das werde ich ausprobieren.

Nun bleiben noch die Kartoffeln, Erdbeeren und die Kräuter:
Kartoffeln werden mit 2 Pflanzen pro square foot eingeplant, ich nutze 2 Blöcke mit 60x80cm.
Erdbeeren: die Walderdbeeren werde ich im Garten verteilen, die großen Erdbeeren bekommen einen extra Platz vorn am Beet (auch damit Luis nicht durchs ganze Beet muss). Die Kräuter bekommen den restlichen Platz von 1,20 x 1,40cm.

Das Frühbeet soll auserhalb des Gemüsebeetes aufgestellt werden.

All das geht nicht ohne die dazugehörigen Samen. ich habe vieles geschenkt bekommen, einiges im baumarkt und sehr vieles bei Rühlemanns Kräuter und Duftpflanzen Shop gefunden. Zu den einzelnen Sorten erzähle ich euch das nächste Mal mehr - auch zu den Stauden die ich dort bestellt habe. 


In der Küche habe ich meine kleinen Mini-Gewächshäuser aufgestellt. Die ersten Versuche keimen schon - das sind vor allem Keimtests von Uraltsamen aus dem Garten meiner Großeltern.  

Der Februar ist noch lang. Heute hat es wieder geschneit. Wir wollen die Pergola reparieren, denn der Wein wurde 5-? Jahre nicht geschnitten und hat das Holz morsch werden lassen. Auch die Trompetenblume, Rosen und die Obstbäume will ich schneiden. Mitte März wird ein großer Container von der Gartenkolonie bestellt, bis dahin will ich viel Grünzeug schneiden.

So Ihr Lieben, 
das war viel zu lesen. Vielleicht hilft euch meine Beetplanung bei eurem eigenen Garten?
Ich wünsche euch eine frostfrei Zeit!

Montag, 12. Dezember 2016

Vogelfutter


Heute zeige ich euch, wie ihr mit wenig Aufwand Futterringe für die Vögel an eurem Balkon oder Garten selbst herstellen könnt.

Was ihr braucht:
Kokosfett
Sonnenblumenöl
Diverse Nüsse und Körnermischungen
Getrocknete Früchte wie Rosinen oder Cranberries
Strohhalme, in 4cm lange Stücke geschnitten
Ausstechformen
Backpapier
Topf
Einen fleißigen kleinen Helfer
Paketschnur zum Aufhängen

Los geht’s:
Das Kokosfett in einem Topf zum Schmelzen bringen (ganz geringe Hitze!) und alle Nüsse, Körner und Früchte einrühren. Wir haben Erdnüsse, Kürbiskerne, Sesam, Haferflocken und Futtermischungen sowie Rosinen verwendet.
Hier ein Tipp: die Reste aus dem Kokosglas können kurz in der Mikrowelle verflüssigt werden.

Einen Schluck Sonnenblumenöl zufügen. 
Den Topf zum Abkühlen beiseite stellen, das Kokosfett wird bei Temperaturen unter 25°C wieder fest. 
Ein Backblech oder großes Schneidbrett mit dem Backpapier auslegen und die fest gewordene Nussmasse in die Förmchen geben. Dabei einen Strohhalm mit einfassen. 
Die Masse etwas zusammendrücken und vorsichtig aus der Form lösen. 
Zum kompletten Abkühlen in den Kühlschrank oder auf den Balkon stellen. 
Nun noch ein Stück Paketschnur durch den Strohhalm fädeln, Strohhalm herauslösen (damit ihn die Vögel nicht fressen) und schon kann gefüttert werden!

 Die Plätzchen können im Kühlschrank oder im Tiefkühler aufbewahrt werden.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Nachmachen und was dem kleinen noch mehr Freude bereitet - beim Zuschauen wie die Vögel zum Futterhaus und an die Äste kommen. 
Habt es schön!
Steffi und der Mini


kleiner Nachtrag: ich hab es gut gemeint und sehr viele Körner eingerührt, aber das Mischungsverhältnis von Fett und Korn sollte 1:1 betragen. Das sieht dann sehr dünn aus, aber das Fett hält alles zusammen. Unsere Plätzchen bröseln schon bei leichtem Druck auseinander. 
Zur Not werden wir die Plätzchen ins Voglhaus geben.  

Dienstag, 29. November 2016

Mein Kleingarten (4)


Nach dem Sommerurlaub war im Garten viel zu tun. Die Äpfel sind reif, ich habe schon Apfelmus eingekocht und Kuchen gebacken. Die vielen Brennnesseln mussten raus, leider haben sie schon wieder ausgesamt, also werde ich nächstes Jahr mit den gleichen Problemen kämpfen müssen.

Inzwischen ist alles Laub von den Bäumen gefallen. Der Garten ist im Winterschlaf. Es hat was magisches, den Reif zu sehen, die Ruhe zu genießen und sich all die jetzt so sehr trostlosen Ecken in frischem Grün und unter einem buntem Blütenmeer vorzustellen.

Zeit für Ideen und Planungen fürs neue Gartenjahr.


Der erste Frost liegt auf dem Land, die Teichpumpe und die Grundwasserversorgung ist abgeklemmt und nach innen gebracht.

In meinem Garten wohnt ein Marder. Er buddelt fleißig große tiefe Löcher, räumt einen Nistkasten in 2m Höhe aus, frisst Meisenknödel und schläft auf meiner Liegestuhlauflage. Soll er mal. (Die Auflage ist natürlich jetzt im Haus - ohne Marder.) In den Dachboden kommt er nicht rein.





Jetzt, wo all das Laub unten ist, sieht man erstmals die Strukturen der Bäume, Hecken und Sträucher. Welche Rankhilfen und Bauten sind morsch und müssen ersetzt werden? Wo kann ich noch was neues eingepflanzen? 
Fleissiges Helferlein!

Der rote Schlitzahorn in voller Herbstpracht

Der alte Apfelbaum mit neuem Zweck

Schönfrucht





Auch zuhause tut sich was. Die Nähmaschine rattert wieder. Schlafanzüge und Shirts sind für Luis schon entstanden.  Das Kinderzimmer wird ein neues Gesicht bekommen, dazu aber mehr wenn es soweit ist. Und der Luis wird bald 2. Wo ist die Zeit hin?



Wir gehen oft schwimmen. Inzwischen begreift der Kleine das er selbst seine Richtung bestimmen kann und strampelt mit den Beinchen. Rutschen findet er ganz dolle super (runter runter, mehr mehr mehr!!!) Heute durfte ich nicht mit hoch auf die Rutsche, das hat er wehement verweigert. So ein großer Junge.

Bald wird der große Mann weit weg in den Urlaub fahren - Mexico! Ich bin so neidisch, aber freue mich doch sehr für ihn. Und ich weiß das ich dann auch 2 Wochen Urlaub bekomme. Zuerst fahre ich mit dem kleinen Mann aber in die alte Heimat. Zwischenstops bei Tante und Onkel, dann zu Opa und den Uromas. Das wird schön! 
Habt es schön - weihnachtlich.
Steffi


Dienstag, 27. September 2016

Wieder daheim!


Still geworden hier…. Pust … Staubig auch :)

Wir waren 14 Tage im Urlaub bei der Oma. Es war großartig. Großartig schön und großartig anstrengend.
Alles fing einen Tag vor dem Urlaub an, als wir abends - keine 12h vor Abflug - erfahren haben, das der Flug nach Frankfurt wegen einer Sicherheitspanne gestrichen wurde. Schnell haben wir eine Bahnverbindung gefunden. Morgens um 3 aufgestanden, Luis auf dem Rücken geschnallt und los zum Bahnhof. Im Zug konnte Luis etwas schlafen. Gegen 9 Uhr ging der Flieger nach Sevilla. Es hat alles wunderbar geklappt. Luis hat Gummibärchen und seine Trinkflasche gegen den Ohrendruck bekommen. 3h in der Luft, der kleine bespaßte die Nachbarsitze. Mit dem Mietwagen sind wir von Sevilla ins kleine Dorf gefahren. Etwa 4000 Einwohner leben dort.  Die ersten 2 Tage waren wir alle ziemlich platt wegen der Klimaumstellung. Dann folgten die heißesten Tage die Andalusien im September je gesehen hat. 43°C tagsüber. Und nachts immer noch knapp 30°C. Wir haben einer dieser Tage am Meer verbracht.
In Matalascanas, Die Reste eines Festungsturmes aus maurischer Zeit liegen im Wasser

Die anderen Tage haben wir im Haus verbracht, denn von 12Uhr bis etwa 18Uhr kann man nicht vor die Tür. Was macht man aber mit einem kleinem unternehmungslustigen Kind, das einem ständig die Sonnencreme und Schuhe anschleppt, und sehr energisch darauf besteht vor die Tür zu gehen?
Am Dorfrand gibt es einen kleinen Park mit Spielplatz und einem Naturkundemuseum. Der Park ist mit riesigen Pinienbäumen beschattet und der Boden liegt voller Zapfen, Rindenstücken und den langen Nadeln. Luis fand es dennoch super zum Buddeln. 
Im Hof haben wir täglich mit Wasser geplanscht.

 Die diesjährige "Feria" - eine Art Schützenfest, nur ohne Schießen, dafür mit Pferden - begann mit dem Pferdeeintrieb durch die Gassen. Diese jungen Tiere wurden dann 2 Tage später auf dem Pferdemarkt verkauft. In verschiedenen Gattern untergebracht und ohne großes Spektakel im direkten Gespräch - also nicht wie ein Basar mit lautem Rufen. Obwohl das zu den Spaniern eher gepasst hätte.



Sonntag wurde abends ab 10Uhr die Madonna der Hauptkirche in einer großen (und verdammt lauten) Zeremonie durch das Dorf getragen. Die Madonna ist die Schutzpatronin des Ortes und wird verehrt. Anders als in Deutschland, wo Jesus im Mittelpunkt steht, findet man diese Madonnenbilder und -Statuen an und in jedem Haus. Die Zeremonie wurde von einer Blaskapelle und etwa 400 Menschen begleitet. Sie zogen direkt an unserem Haus vorbei. Man öffnet die Türen und schaltet die Lichter ein und macht trotz der Sorge um sein schlafendes Kind eine gute Mine. Luis hat davon aber nichts mitbekommen. Neben ihm hätte ein Krieg anfangen können.

Die Feria selbst besteht aus großen Zelten, in denen man essen und tanzen kann. Diese "Casetas" werden von Familien betrieben, und man benötigt eine private Einladung. Für die Allgemeinheit gibt es eine öffentliche "caseta municipal", in der die Tapas gekauft werden können. Also ähnlich dem Oktoberfest.

Luis ist das erste Mal Karussell gefahren und fand es ganz großartig.


Die Spanier machen sich abends alle richtig schick, fast aufgedonnert. Selbst die kleinsten werden herausgeputzt und zu (nach deutscher Meinung) unmöglichen Zeiten mit rausgeschleppt. Vor 22Uhr braucht man da gar nicht losgehen.

Ich habe die Hoffnung, in Schwiegermutters Flamencokleid zu passen, schon vor dem Urlaub aufgegeben und mir nach einem Burda Schnitt selber eins genäht. In zwei Wochen war das gut zu schaffen und ich habe mich den einen Abend sehr wohl darin gefühlt. Auch wenn ich - entgegen der Versprechungen der Broschüre - als einzige ein Flamencokleid anhatte. Vielleicht hat es auch Luis mit seinem Anzug wieder rausgerissen? Der süße 3 Teiler ist von H&M, die kleine Fliege an seinem Hemd habe ich aus dem grünen Stoff des Kleides neu genäht (eine ziemlich hässliche in orange war dran).


Die restlichen Tage haben wir mit Wasserspaß im Garten, dem Nachbarsmädchen Marta, auf dem Spielplatz oder abends bei Freunden verbracht. Am Tag vor der Rückreise haben wir eine Ausflug nach Aracena gemacht um dort eine Tropfsteinhöhle anzusehen.
Auf dem Rückweg sind wir über Riotinto und Minas del Riotinto gefahren. Dort wird in einem rieseigen Tagebau Eisenerz abgebaut. Das gab der Stadt und dem Fluss auch den Namen.

Die Rückreise verlief problemlos, Luis hat im Flieger unter unseren Sitzen geschlafen :)
Seit dem Urlaub aber kann er nicht mehr alleine einschlafen - und vor allem nicht durchschlafen. Vorher legten wir ihn ins Bett und hatten 12h Ruhe.  Aber wir hoffen das Luis da zurück finden kann.

Katze und Garten haben unseren Urlaub gut überstanden - zum Garten demnächst hier mehr!

Bis dahin, macht es euch schön mit dem beginnendem Herbst!